Dialysezentrum Wattenscheid

Nephrologie

Die Nephrologie ist ein Spezialgebiet der Inneren Medizin. Sie befasst sich mit der Diagnostik und der nicht-operativen Therapie von Nierenerkrankungen. Ein Ziel der Nephrologie ist der Funktionserhalt der kranken Nieren und die Notwendigkeit einer Nierenersatztherapie wie Hämodialyse, Peritonealdialyse oder Nierentransplantation zu vermeiden oder so lange wie möglich hinauszuzögern. Typische Beschwerden für eine Nierenerkrankung gibt es nicht. Hinweise für eine Nierenerkrankung können sein: Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Juckreiz, Übelkeit und Erbrechen. Symptome einer Nierenerkrankung können sein: Blut oder Eiweiße im Urin, hoher Blutdruck oder erhöhte Nierenwerte (wie z.B. ein erhöhter Kreatinin-Wert) im Blut. Die Hauptursachen einer Nierenerkrankung sind hoher Blutdruck und Zuckererkrankung. Aber auch genetische Erkrankungen und Infektionen können zu einer Funktionseinschränkung der Nieren führen.

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Nierenersatzverfahren

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Hämodialyse

Die Hämodialyse („Blutwäsche“) dient zur Entfernung von Schadstoffen aus dem Blut und dem Entzug vom überschüssigen Blutsalzen und Flüssigkeit. Dies erfolgt mittels einer Hämodialyse-Maschine durch einen speziellen Filter. Dieser halbdurchlässige Filter ist für die Entfernung der schädlichen Substanzen zu ständig. Die Qualität einer Dialysebehandlung ist neben einer ausreichenden Dialysezeit von einem guten Blutfluss abhängig. Deshalb ist meist eine Shuntoperation (ein Gefäßkurzschluss zwischen einer Armarterie und –vene) notwendig, da eine normale Vene keinen ausreichenden Blutfluss gewährleistet. In seltenen Fällen, insbesondere bei schlechten Gefäßverhältnissen, wird auch ein Gefäßkatheter verwendet. Die Hämodialyse-Behandlung wird in der Regel dreimal pro Woche durchgeführt und dauert meist vier bis sechs Stunden. Während dieser Zeit kann man unter anderem lesen, Musik hören, essen, am Computer arbeiten oder auch gar nichts tun.

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Peritonealdialyse

Die Peritonealdialyse („Bauchfellwäsche“) ist eine weitere Form der Nierenersatztherapie, hierbei übernimmt das eigene Bauchfell die Filterfunktion. Dazu lässt man eine spezielle Lösung (Dialysat) über einen Schlauch in die Bauchhöhle einlaufen, dort verbleibt die Lösung eine bestimmte Zeit (meist 6 bis 8 Stunden), anschließend wird das Dialysat, mit Schadstoffen und überschüssigen Salzen angereicht, abgelassen. Dieser Vorgang bzw. Beutelwechsel wird meist viermal am Tag selbstständig zuhause durchgeführt. Voraussetzung für diese Verfahren ist eine geeignetes Bauchfell (Peritoneum) und die Implantation eines sogenannten Tenckhoff-Katheters.

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Nierentransplantation

Die Nierentransplantation stellt die dritte Form der Nierenersatztherapie dar. Bei diesem Verfahren wird operativ eine Spenderniere verpflanzt. Als Nierenspender kommen bei einer Leichennierenspende Verstorbene und bei einer Lebendspende enge Familienangehörige und Verwandte in Betracht. Vor der geplanten Transplantation wird der Patient ausführlich untersucht, um einerseits das Risiko der Transplantation zu minimieren und anderseits den Erfolg der Transplantation zu erhöhen. Bei der Lebendspende muss darüber hinaus der Spender für eine Eignung untersucht werden. Nach einer Transplantation muss der Transplantierte regelmäßig Medikamente einnehmen, um eine Abstoßung des Nierentransplantates zu verhindern. Es werden regelmäßige Kontrolluntersuchungen notwendig, um Komplikationen frühzeitig zu erkennen.

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